D08 ErsaFe

Additive FertigungAdditive Fertigung (3D-Druck) Die Additive Fertigung – auch 3D-Druck genannt – beschreibt eine Technologiefamilie bei der Bauteile durch das schicht- oder elementweise hinzufügen von Material hergestellt werden. Man spricht hierbei auch von generischen Fertigungsverfahren. Demgegenüber stehen etablierte subtraktive Verfahren, wie beispielsweise das Fräsen, bei denen Material zur Herstellung eines Bauteils entfernt wird.

Prinzip zur Fertigung additiver Ersatzteile

D08 ErsaFe

Additive Fertigung

Prinzip zur Fertigung additiver Ersatzteile

Wobei unterstützt mich ErsaFe?

  • Schnelle Verfügbarkeit von Ersatzteilen
  • Minimierung von Ausfallzeiten von Maschinen und Anlagen

Welche Vorteile bietet mir der Einsatz von ErsaFe? 

  • Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit
  • Unabhängigkeit von der Verfügbarkeit von Ersatzteilen
  • Reduzierung von Lagerbeständen

Was benötige ich für die Umsetzung?

3D-Modell des Ersatzteils (CAD-Software oder ggf. 3D-Scanner), ggf. 3D-Drucker

Der Nutzen: Wie profitiere ich von ErsaFe?

ErsaFe ist ein Prinzip zur Erstellung additiv gefertigter Ersatzteile, das aufzeigt, wie eine schnelle und flexible Verfügbarkeit von Ersatzteilen möglich ist. ErsaFe kann auf eine Vielzahl von Bauteilkomponenten übertragen werden und je nach Anwendungsfall als Überbrückung von längeren Lieferzeiten oder als finales Ersatzteil dienen. Auch die konstruktive Optimierung von Ersatzteilen ist möglich und erweist sich gerade bei regelmäßigen Defekten am gleichen Bauteil als sinnvoll. Durch die werkzeuglose Fertigung besitzen die additiven Verfahren eine äußerst schlanke Prozesskette und führen somit zu einer schnellen Realisierung der Bauteile – meist innerhalb weniger Tage. Dies ermöglicht sowohl die Minimierung von Ausfallzeiten in der Produktion als auch die Vermeidung von Lieferengpässen. Gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen kann dies hinsichtlich der Kundenzufriedenheit einen entscheidenden Markvorteil bewirken.

Herausforderung? Lösung! Wie kann ich ErsaFe in der Praxis einsetzen?

Ein Praxisbeispiel aus der Produktion: Ausgehend von bestehenden Fertigungsstraßen kann es aufgrund defekter Maschinenteile zu Betriebsstörungen kommen. Diese führen oftmals dazu, dass Fertigungsumstellungen notwendig sind oder es sogar zum vorübergehenden Produktionsstillstand kommt. Die daraus resultierenden Lieferengpässe wiederum führen zu finanziellen Verlusten. In der Produktion bedeuten Störungen, den Fehler bzw. das defekte Bauteil der Anlage zu lokalisieren und anschließend die Ersatzteile zu bestellen. In einigen Fällen ist dies mit langen Lieferzeiten verbunden. ErsaFe bietet hierfür eine einfache und effiziente Lösung: Durch die werkzeuglose Additive Fertigung ergibt sich eine schlanke Prozesskette gerade für die Einzelteilfertigung, die eine schnelle und flexible Verfügbarkeit ermöglicht. Zudem erlaubt die Geometriefreiheit eine nahezu grenzenlose Individualität jedes Bauteils, was auch eine zielgerichtete Optimierung oder Anpassung zulässt. Erforderlich sind entsprechende CAD-Daten, die sofern notwendig mittels CAD erstellt werden können.

Weitere Antworten

Zur Implementierung und Umsetzung von ErsaFe benötigen Unternehmen oftmals nur geringe Mittel – sofern eine externe Fertigung in Betracht gezogen wird. Als Ausgangsbasis bedarf es eines CAD-Datensatzes des betrachteten Ersatzteils. Dieser kann in einer CAD-Software – üblicherweise bei produzierenden Unternehmen bereits vorhanden – durch Rekonstruktion erstellt oder vom Maschinenhersteller des defekten Bauteils bereitgestellt werden. Ist ein vergleichbares oder defektes Bauteil vorhanden, können die 3D-Daten auch durch 3D-Scanning generiert werden. Je nach Material und Anforderung können unterschiedliche additiven Fertigungsverfahren zum Einsatz kommen, welche externe Dienstleister wie das Institut für Prototypen- und Modelltechnik (IPM) der Hochschule Coburg und der Lehrstuhl für Polymere Werkstoffe der Universität Bayreuth zu meist in großem Umfang abdecken. Die Mitarbeiter können zudem eine Einschätzung über das zu verwendende Fertigungsverfahren treffen und haben Zugriff auf die entsprechende Technologie zur Umsetzung.

Ein Einsatz von ErsaFe ist grundsätzlich in nahezu allen produzierenden Unternehmen möglich. Je nach Gebiet können additiv gefertigte Ersatzteile genutzt werden, um etwa Ausfallzeiten von Maschinen zu reduzieren oder – sollten Ersatzteile nicht verfügbar sein – Anlagen bei Störungen wieder in Betrieb nehmen zu können. So kann ErsaFe die permanente Verfügbarkeit von Maschinen signifikant erhöhen.

Für die Umsetzung von ErsaFe können je nach Anwendungsfall unterschiedlichste additive Fertigungsverfahren zum Einsatz kommen. Dies ist abhängig vom verwendeten Ersatzteilmaterial und den Anforderungen an das Bauteil. Werden kleine Fertigungstoleranzen oder hohe Oberflächengüten benötigt, sind gegebenenfalls Folgeverfahren erforderlich. Eine Orientierungshilfe zum Einsatz von Additiver FertigungAdditive Fertigung (3D-Druck) Die Additive Fertigung – auch 3D-Druck genannt – beschreibt eine Technologiefamilie bei der Bauteile durch das schicht- oder elementweise hinzufügen von Material hergestellt werden. Man spricht hierbei auch von generischen Fertigungsverfahren. Demgegenüber stehen etablierte subtraktive Verfahren, wie beispielsweise das Fräsen, bei denen Material zur Herstellung eines Bauteils entfernt wird. kann hierbei der Leitfaden „OE-3D“ darstellen. Unterstützung für die Wahl des geeigneten Fertigungsverfahrens bieten Dienstleister wie das IPM der Hochschule Coburg oder der Lehrstuhl Polymere Werkstoffe der Universität Bayreuth.

Durch den Einsatz additiv gefertigter Ersatzteile können Unternehmen flexibel, schnell und individuell auf Betriebsstörungen durch defekte Maschinen- und Anlagenkomponenten reagieren. Zudem können Maschinen- und Anlagenbauer auch eine schnelle Ersatzteilverfügbarkeit für ihre Kunden gewährleisten.

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